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Graphik: Bulletpoint Abstracts Heft 1/2018 (Deutsch)

Patricia Zuckerhut: Kaffee, Mais und Feste. Die Verschränkung gemeinschaftlichen Subsistenz-anbaus mit der Schaffung von Gemeinschaft und marktwirtschaftlicher Wirtschaftsweise bei nahuatsprachigen Indigenen in Mexiko

Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, aufzuzeigen, wie es der nahuatsprachigen indigenen Bevölkerung des mexikanischen Bezirks Cuetzalan (maseualmej) gelingt, sich Enteignungsprozessen, denen sie seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkt ausgesetzt ist, zu widersetzen. Im Zentrum steht daher die Frage nach der Umsetzung und den Auswirkungen der mexikanischen »Modernisierungspolitik« als einer Politik der (versuchten) Enteignungen von Gemeinschaftsland und lokalen Wissensformen, vor allem aber auch die Frage nach den Reaktionen der Betroffenen. Es wird gezeigt, dass es den maseualmej gelingt, neue Formen von Gemeineigentum zu schaffen oder auch in immer wieder an die Gegebenheiten adaptierten Formen zu erhalten. Damit gelingt es ihnen auch, ihre besondere indigene Identität zu bewahren.

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