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Heftvorschau

Heft 2/ 2020 ist ein „offenes Heft“ und wird im Juni veröffentlicht.

Nr. 3/ 2020 ist ein Schwerpunktheft zum Thema „Widerständigkeit“. Redaktionsschluss für die Artikel ist am 15. Juni. Das Heft erscheint im September.

Heft 4/ 2020 wird dem Schwerpunktthema „Gesellschaftliche Herausforderungen des Klimawandels“ (Arbeitstitel) gewidmet sein. Nähere Informationen sind im Verlauf des Mai auf unserer Website www.sws-rundschau.at in Form eines Calls verfügbar.
Wir laden dazu ein, Artikelkonzepte bis zum 30. Juni einzureichen. Redaktionsschluss für die Artikel ist am 15. September. Das Heft wird im Dezember veröffentlicht.



Call for papers:

Das Schwerpunktheft 4/ 2020 der Sozialwissenschaftlichen Rundschau (SWS-Rundschau) beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Herausforderungen zum Klimaschutz und Klimawandel“. Die Problematik des Klimawandels und die Notwendigkeit für einen nachhaltigen Klimaschutz werden in der Gesellschaft zunehmend wahrgenommen. WissenschafterInnen und umweltpolitische Bewegungen (NGOs) fordern seit Jahren effektivere Maßnahmen zum Schutz des Klimas. Um der Erhöhung der Erderwärmung und dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken und den Klimaschutz weltweit zu fördern, wurde von den Vereinten Nationen 2015 die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. Auch die Europäische Union hat sich nachhaltige Ziele zum Klimaschutz gesetzt: Im Jahr 2014 wurde seitens der EU der Rahmen für die Klima- und Energiepolitik für den Zeitraum 2021–2030 festgelegt. Damit sagt die EU zu, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Auch die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens 2015 und der Klimakonferenz von Madrid 2019 fordern trotz mangelnder rechtlicher Bindung einen nachhaltigen Klimaschutz.

Die neue österreichische Bundesregierung (ÖVP und Grüne) hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, den Klimaschutz stärker als bisher in den Fokus der Politik zu rücken. Mit der Österreichischen Klimaschutzstrategie und -politik sollen die Klimaziele umgesetzt werden.

Damit gewinnt auch die Frage nach Möglichkeiten einer gesetzlichen Verankerung des Klimaschutzes an Bedeutung: in Österreich, in Europa und weltweit, die von präzisen Empfehlungen bis hin zu bindenden Übereinkünften reichen können. In welchen gesetzlichen Regelungen und Bereichen kann oder soll Klimaschutz in Zukunft in Österreich und in der EU verankert werden? Wer soll in Zukunft mehr Verantwortung tragen? Was können öffentliche Einrichtungen dazu beitragen? Was kann oder soll auf nationaler, europäischer und globaler Ebene getan werden? Können weltweit bindende gesetzliche Regelungen realistisch sein? Ein profunder politischer Diskurs dazu steht aber größtenteils noch aus, wird aber in Zukunft notwendig sein.

Der Klimawandel und seine prognostizieren dramatischen Folgen werden vor allem auch von der Zivilgesellschaft thematisiert und stellen diese vor neue Herausforderungen. Zivilgesellschaftliche Protestbewegungen können auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen und dazu beitragen, dass Klimaschutz stärker in den Fokus der Politik rückt: in Österreich, in Europa und weltweit. Die Thematik betrifft auch das Wirtschaftssystem und wirft Fragen nach einer Transformation im Hinblick auf eine mögliche Abkehr von einem neoliberalen Wirtschaftsmodell zu einer Post-Wachstumsökonomie auf.

Folgende Themen bzw. Fragestellungen sind dabei im Rahmen unseres Schwerpunkthefts von besonderem Interesse, wobei auch davon abweichende Fragestellungen möglich sind, sofern sie an das Schwerpunktthema thematisch anknüpfen:

- Auswirkungen der globalen Erderwärmung auf die Gesellschaft
- die Rolle der Zivilgesellschaft: NGOs, Bürgerinitiativen und Protestbewegungen im Zusammenhang mit der Thematisierung von Klimawandel und Klimaschutz
- politische Konzepte und Umsetzungsstrategien zum Klimaschutz
- der Diskurs in den Medien über Klimawandel/ Klimaschutz und Auswirkungen auf die Meinungsbildung
- Herausforderungen von Klimawandel und Klimaschutz für das Wirtschaftssystem: z. B. Globalisierung vs. Regionalisierung der Ökonomie, Abkehr von neoliberaler Wirtschaftspolitik, Renaissance einer öko-sozialen Marktwirtschaft, Implikationen für den Arbeitsmarkt, Innovationen zur Förderung der Energiewende oder alternative Verkehrskonzepte und klimagerechte Verkehrsplanung
- interdisziplinäre Perspektiven auf Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen von Klimawandel und Klimaschutz bzw. im Zusammenhang mit dem sozialwissenschaftlichen Diskurs über Klimawandel und Klimaschutz.

Als interdisziplinäre Redaktion sind wir bemüht, Vorschläge für Beiträge (Artikelkonzepte) aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Perspektiven und Disziplinen (und darüber hinaus auch mit Berücksichtigung weiterer Perspektiven und Disziplinen, etwa der Umwelt-, Kulturwissenschaften und Philosophie) zu erhalten. Die Artikelkonzepte – als Basis für spätere Artikel – können sowohl theoretisch-normativ als auch empirisch ausgerichtet sein. Die Artikel können im österreichischen wie auch internationalen Kontext aktuelle Analysen (Zeitraum ca. die letzten fünf Jahre), aber auch historische Entwicklungen umfassen, da Fragen des Klimawandels und Klimaschutzes bereits seit Beginn der 1990er-Jahre stärker wissenschaftlich wie gesellschaftspolitisch thematisiert wurden.

Wir ersuchen interessierte AutorInnen, ihre Artikelkonzepte (Umfang max. 2 Seiten) bis 30. Juni 2020 an die Redaktion der Sozialwissenschaftlichen Rundschau (SWS-Rundschau) (swsrs@aon.at) zu senden. Die Konzepte sollen gemäß folgenden Kriterien gestaltet sein:

- Erläuterung der Relevanz des Themas
- Erläuterung der Ziele und Fragestellungen des Artikels
- Beschreibung von Methodik, Daten- und Literaturgrundlage und Untersuchungszeitraum
- Vorstellung der voraussichtlichen Gliederung des Artikels.

Die Konzepte werden in der Redaktion begutachtet.
Die Entscheidung für eine Einladung zum Verfassen eines Artikels wird auf Basis der Konzeptbegutachtung im Juli getroffen.
Der Artikel soll 40.000 bis 60.000 Zeichen (inkl. Literatur, Fußnoten und Leerzeichen) umfassen, allgemeinverständlich und nach den Zitierregeln der SWS-Rundschau (verfügbar unter: www.sws-rundschau.at) gestaltet sein.

Redaktionsschluss für die Artikel ist der 15. September 2020. Heft 4 erscheint im Dezember 2020.