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Heftvorschau

Heft 3/ 2017 hat den Schwerpunkt »Leben in einer digitalisierten Welt«.
Das Heft erscheint im September.

Nr. 4/ 2017 ist ein »offenes Heft«.
Wir bitten um Artikelmanuskripte bis 15. September. Das Heft erscheint im Dezember.

Heft 1/ 2018 befasst sich mit dem Thema »Gemeingüter«.
Nähere ¬Informationen zu diesem Schwerpunktheft sind ab Ende Juni auf unserer Website www.sws.rundschau.at abrufbar.
Wir laden dazu ein, bis 31. August Artikelkonzepte einzureichen.
Redaktionsschluss für die Artikel ist am 15. Dezember.
Die Ausgabe wird im März 2018 ¬veröffentlicht.


Call for papers:


Das kommende Schwerpunktheft der SWS-Rundschau möchte sich mit „Gemeingütern“ bzw. „Kollektivgütern“ befassen. Grundsätzlich werden darunter Güter verstanden, die für potenzielle NutzerInnen frei zugänglich sind, wodurch alle Mitglieder einer Gemeinschaft von dem Nutzen des Gutes profitieren können. Sie können sowohl vom Staat zur Verfügung gestellt werden als auch von privaten Anbietern.

Ein Blick auf das globale Wirtschaftstreiben offenbart die Situation, dass natürliche Ressourcen massiv verschmutzt und zerstört werden (z. B. Abholzung des Regenwalds, Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, Verwendung giftiger Chemikalien). Trotzdem werden vielfach die „Errungenschaften“ des kapitalistischen Systems – selbst in seiner derzeitigen neoliberalen Ausprägung – hochgehalten und es wird oft argumentiert, wie viele Menschen dadurch nicht mehr in Armut leben müssen. Von den Abhängigkeiten, die dadurch den Menschen aufgezwängt werden, in dem sie genötigt sind, Geld zu verdienen, um ihr Leben zu fristen, ist hingegen weniger die Rede, ebenso wenig von den geraubten Lebensmöglichkeiten durch Landraub und Landvertreibung, um diesen Boden kapitalistischen Interessen zu unterwerfen. Derzeit gibt es weltweit mehr als 2.000 bewaffnete Konflikte um Land, in denen sich die indigene Bevölkerung gegen Enteignung zur Wehr setzt.

Dies regt uns dazu an, uns anderen Weisen wirtschaftlichen Handelns zuzuwenden und den Gedanken des „Gemeinguts“ aufgreifen. Es ist uns ein Anliegen, dieses Thema in aller Breite zu behandeln, d. h. von rechtlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und anderen Perspektiven zu beleuchten, sowie Kontextbedingungen des Entstehens, Probleme und Hürden sowie förderliche Strukturen für Gemeingüter und das System der Gemeinwohlökonomie zu erfassen. Dabei kann auch der Wandel von Gemeingütern im Zeitverlauf thematisiert werden.

Explizit möchten wir diesmal den geografischen Raum öffnen und auch Beiträge willkommen heißen, die Untersuchungen und Erfahrungen aus außereuropäischen Räumen einbringen. In diesem Sinn sind auch Artikelbeiträge willkommen, die Beispiele außerhalb Europas für die Gefährdung und die Verteidigung von Gemeingütern behandeln. Als weitere Beispiele für mögliche Themen bzw. Gemeingüter seien genannt:

- rechtliche Überlegungen zu Eigentums- und Nutzungsrechten
- öffentlicher Raum und seine (Ent-) Kommerzialisierung
- kulturelle Gemeingüter (z. B. alternative Massenmedien, Museen u. a.)
- das Internet als virtueller Ort des Gemeingutgedankens (z. B. open source, creative commons etc.)
- Kooperationen zur gemeinsamen Nutzung (z. B. Solidarische Landwirtschaft u. a.)
- Genossenschaftswesen.

Das in den Artikelbeiträgen präsentierte empirische Datenmaterial sollte nicht älter als fünf Jahre sein.

Wir bitten interessierte Autorinnen und Autoren, ihre Artikelkonzepte (Umfang maximal zwei Seiten) bis 31. August 2017 an die Redaktionsadresse der SWS-Rundschau (swsrs@aon.at) zu übermitteln. Folgende Punkte sollen im Konzept erläutert werden:

1. die Relevanz des Themas
2. die Fragestellungen und Ziele des Artikels
3. die Methodik, Daten- und Literaturgrundlage
4. die voraussichtliche Gliederung des Beitrags.


Die Konzepte werden in der Redaktion begutachtet und bilden die Basis für Einladungen zu Artikeln.

Die fertigen Artikel sollen einen Umfang von 40.000 bis 60.000 Zeichen (inkl. Literaturliste, Fußnoten und Leerzeichen) aufweisen.

Redaktionsschluss für die Artikel ist der 15. Dezember 2017. Das Heft erscheint im März 2018.