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Heftvorschau

Heft 2/ 2019 ist ein „offenes Heft“ und wird im Juni veröffentlicht.

Nr. 3/ 2019 ist ein Schwerpunktheft über „Berufliche Aus- und Weiterbildung in einer sich wandelnden Arbeitswelt“. Redaktionsschluss für die Artikel ist am 15. Juni. Das Heft erscheint im September.

Heft 4/ 2019 wird dem Schwerpunktthema „Solidarität“ u. a. auch in Bezug auf Menschenrechte gewidmet sein.
Nähere Informationen werden im Frühjahr auf unserer Website www.sws-rundschau.at in Form eines Calls verfügbar.
Wir laden dazu ein, Artikelkonzepte bis zum 31. Mai einzureichen.
Redaktionsschluss für die Artikel ist am 15. September.
Das Heft wird im Dezember veröffentlicht.


Call for papers:

Das Schwerpunktheft 4/ 2019 der Sozialwissenschaftlichen Rundschau (SWS-Rundschau) beschäftigt sich mit dem Thema „Solidarität“. Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen lassen starke entsolidarisierende Tendenzen erkennen, die sich auf verschiedenen Ebenen bemerkbar machen. Wirtschaftlich werden sie angetrieben durch einen neoliberal überformten Kapitalismus, der auf einem Standort- und Steuerwettbewerb zwischen Staaten basiert. Eine Folge davon ist der Abbau von Sicherheiten und Leistungen des Wohlfahrtsstaates, womit explizit das Solidaritätsprinzip, auf dem er beruht, infrage gestellt wird. Damit erhöhen sich der Druck und die Angst auf weite Bevölkerungsschichten. Politische Parteien des rechten Spektrums nutzen diese Emotionen, um vor „Überfremdung“ bzw. „Fremden“ zu warnen. In vielen Staaten und Gesellschaften werden Diskussionen forciert, die Unterschiede zwischen „In- und Ausländern“ machen, womit auch Aspekte von exkludieren Praktiken sichtbar werden.

Was bedeuten diesen Entwicklungen für das gesellschaftliche Zusammenleben? Ziel des Heftes ist es, die Ursachen der derzeit zu beobachtenden Entsolidarisierungstendenzen aufzuzeigen, Erscheinungsformen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zu beschreiben sowie gegenläufige Initiativen und Strategien vorzustellen, die implizit oder explizit eine solidarische Antwort auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben versuchen. Um eine möglichst differenzierte Sicht auf das Thema sicherzustellen, fordern wir explizit dazu auf, auch mögliche weniger wünschenswerte Konsequenzen solidarischen Handelns einzubringen.

Folgende Fragestellungen scheinen uns in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse, wenngleich auch davon abweichende Fragestellungen möglich sind, sofern sie mit dem Schwerpunktthema in Verbindung stehen.

- Begriffliche Bestimmungen von „Solidarität“
- Fragen rund um Solidarität im Zusammenhang mit Menschenrechten
- Solidarische Wirtschaftspraktiken
- Fragen rund um Solidarität in der Arbeitswelt
- Rolle von (sozialen) Medien für (Ent-) Solidarisierungsprozesse
- Bedeutung von (Natur-) Katastrophen und Krisen für solidarisches Handeln
- Solidaritäten aus einer Geschlechter- und Generationenperspektive
- Solidarität in alltagspraktischen Handlungsvollzügen
- Solidarität in hierarchischen Beziehungen
- Solidarische Praktiken und Demokratie.

Als interdisziplinäre Redaktion sind wir bemüht, Vorschläge für Beiträge aus unterschiedlichen (sozial- und kultur-) wissenschaftlichen Perspektiven und Disziplinen zu erhalten. Die Artikelkonzepte (und Artikel) können sowohl eher theoretisch-normativ als auch empirisch ausgerichtet sein. Die Artikel können aktuelle Analysen (Zeitraum ca. die letzten fünf Jahre) umfassen, aber auch historische Entwicklungen untersuchen.

Wir ersuchen interessierte AutorInnen, ihre Artikelkonzepte (Umfang max. 2 Seiten) bis 13. Juni 2019 an die Redaktion der Sozialwissenschaftlichen Rundschau (SWS-Rundschau) (swsrs@aon.at) zu senden. Die Konzepte sollen nach folgenden Punkten strukturiert sein und diese Punkte erläutern:

- die Relevanz des Themas
- Fragestellungen und Ziele des Artikels
- Methodik, Daten- und Literaturgrundlage und Untersuchungszeitraum
- die voraussichtliche Gliederung des Artikels.

Die Konzepte werden in der Redaktion begutachtet. Die Einscheidung für die Einladung potenzieller AutorInnen wird in der zweiten Junihälfte getroffen. Der Beitrag soll 40.000 bis 60.000 Zeichen (inkl. Literatur, Fußnoten und Leerzeichen) umfassen, allgemeinverständlich und nach unseren Zitierregeln (verfügbar unter: www.sws-rundschau.at) gestaltet sein. Redaktionsschluss für die Artikel ist der 15. September 2019. Heft 4 erscheint im Dezember 2019.