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Heftvorschau

Nr. 1 und 2/ 2020 sind „offene Hefte“.

Wir laden ein, Artikel für Nr. 2 bis 15. 3. einzureichen.

Informationen zum Schwerpunkt von Nr. 3 sind ab Ende Jänner unter www.sws-rundschau.at verfügbar.



Call for papers:

Das kommende Schwerpunktheft der Sozialwissenschaftlichen Rundschau wird sich mit dem Thema „Widerständigkeit“ befassen. Widerständigkeit kann dabei als Ensemble von individuellen wie auch gesellschaftlichen Werthaltungen, Einstellungen und Verhaltensweisen – auch in Wechselwirkungsverhältnissen verbunden – verstanden werden: Das Themenfeld umfasst (frei nach Michel Foucault) u. a. Aspekte wie Nonkonformität, Dissens, Verweigerung, Desertion, ziviler Ungehorsam, Revolte oder Protest, also im weiteren Sinn Aspekte der Opposition gegen andere(s) wie (auch) gegen gesellschaftliche Verhältnisse. Wahrgenommene Probleme und Krisen könnten Anlass dafür bieten, dass sich Widerständigkeit manifestiert sowie in verschiedenen (Bewegungs-) Formen artikuliert. Daraus können Auseinandersetzungen und Konflikte entstehen, die Veränderungsprozesse anstoßen, Raum für Alternativen und Neues eröffnen können – im Wege kommunikativer Auseinandersetzungen des Dialogs, der Konfrontation, im Spannungsfeld von Legalität und Illegalität, und dabei auch in Formen, die Unterschiedliches situationsspezifisch verbinden können. Klar konturierte und polarisierte Positionen wie Formen der Auseinandersetzung lassen sich im Spektrum von Widerständigkeit ebenso verorten wie solche der Ambivalenz und Mehrdeutigkeit. Verbindungen ergeben sich teilweise auch zwischen Widerständigkeit und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) – der Fähigkeit, in Problemen und Krisen zu wachsen und sich weiterentwickeln, wenngleich die Begriffe Unterschiedliches bezeichnen.

Wir möchten Widerständigkeit im Schwerpunktheft in unterschiedlichen sozial- und kulturwissenschaftlichen, dabei auch interdisziplinären Perspektiven, im Kontext verschiedener theoretischer Zugänge sowie bezogen auf unterschiedliche empirische Ausprägungen beleuchten. Im Sinn einer umfassenderen Betrachtung sind auch Beiträge willkommen, die sich auf außereuropäische Räume, Kulturen und Gesellschaften beziehen.

Wir laden interessierte Autorinnen und Autoren dazu ein, selbst Fragestellungen im Kontext des im Call umrissenen Feldes zu entwickeln, das konkrete Thema ihres Beitrags entsprechend einzugrenzen sowie dies im Rahmen von Artikelkonzepten auszuführen und zu begründen. Empirisch orientierte Analysen können einen aktuellen Untersuchungszeitraum (etwa der letzten fünf Jahre), aber auch historische Entwicklungen mit Gegenwartsbezug umfassen. Es ist auch möglich, Zukunftsperspektiven, Veränderungspotenziale, Widersprüche und offene Fragen im Kontext von Widerständigkeit zu thematisieren.

Wir bitten interessierte Autorinnen und Autoren, ihre Artikelkonzepte (Umfang maximal zwei Seiten) bis 1. März 2020 an die Redaktionsadresse der Sozialwissenschaftlichen Rundschau (swsrs@aon.at) zu übermitteln und dabei folgende Punkte allgemeinverständlich zu erläutern:

1. die Relevanz des Themas,
2. die Ziele und Fragestellungen des Artikels,
3. die Methodik, Daten- und Literaturgrundlage sowie der Untersuchungszeitraum,
4. die voraussichtliche Gliederung des Beitrags.

Die Konzepte werden in der Redaktion begutachtet und bilden, falls positiv begutachtet, die Basis für Artikeleinladungen. Die Artikel sollen einen Umfang von 40.000 bis 60.000 Zeichen (inkl. Literaturliste, Fußnoten und Leerzeichen) aufweisen. Redaktionsschluss für die Beiträge ist der 15. Juni 2020. Das Heft erscheint im September 2020.